Reise: Brückengroßprojekt im Heimatland von Volvo.

Brückengroßprojekt in Sundsval Schweden.
(Bild:© Trafikverket)
Schweden, weltweit bekannt durch Volvo und Ikea, ist berühmt für seine endlosen Weiten und die angenehme Art des Reisens. Nur wenige Staus und Ampeln zwingen Autofahrer zu unfreiwilligen Stop´s. Grund dafür sind immer wieder innovative Verkehrsprojekte. So auch das neuste Großprojekt im schwedischen Straßenbau.
 
Skandinavien ist berühmt für seine großen Brücken. Wohl jeder kennt die Öresundbrücke mit ihrer gigantischen Länge von 7845 Metern des Brückenzuges, die Dänemark mit Schweden verbindet. Ebenfalls riesig sind die "Store Belt" Brücke in Dänemark, sowie die Brücken der Atlantik Road in Norwegen oder die Högakustenbron in Härnösand. 
Und momentan entsteht ca. 150 Kilometer südlich von Härnösand ein weiterer Stahlgigant.
Im Zuge des Ausbaus der E4 von Myre nach Skönsberg wird bis Oktober 2015 der Sundsval-Meeresarm nahe der gleichnamigen Hafenstadt am bottnischen Meerbusen überquert.
Beauftragt für den Bau der 2,1 Kilometer langen Stahlbrücke wurde das Joint Venture "Sundsvalbron PBM" unter Beteiligung der Firmengruppe Max Bögl.

Die Bauarbeiten für das ehrgeizige Großprojekt rund 400 Kilometer nördlich von Stockholm haben im März 2011 begonnen. Bauherr ist das schwedische Zentralamt für Verkehrswesen (Trafikverket). Gemeinsam mit den Arge-Partnern E. Pihl & Søn A.S. aus Dänemark und Josef Möbius AG konnte sich die Firmengruppe auf internationaler Wettbewerbsebene durchsetzen.

Basis dieses Erfolges und zugleich größten Brückenauftrages in der Geschichte des Max Bögl Stahl- und Anlagenbaus ist die in den letzten Jahren stetig gewachsene Kompetenz in der Realisierung großer Stahlbrücken. Zu den Referenzprojekten zählen der Bau der zweiten Strelasund-Querung in Stralsund sowie der Ijsselbrücke bei Zwolle in den Niederlanden. 




Brückengroßprojekt in Sundsval Schweden.
(Bild:© Trafikverket)



Außergewöhnliches Brückendesign

Bauliche Herausforderung in Schweden wird es sein, eine 2,1 Kilometer lange Straßenbrücke in Stahlbauweise zu erstellen, die mit Spannweiten zwischen 88 und 170 Metern den Sundsval-Meeresarm in bis zu 33 Metern Höhe überspannt. Das Brückenbauwerk aus der Feder eines dänischen Architekturbüros besteht aus einer 1,4 Kilometer langen Stahlkonstruktion und beidseitig angebundenen Dammbauwerken an Land mit jeweils 500 Metern Länge. Außergewöhnlich ist die Sundsval-Brücke aufgrund ihrer doppelgekrümmten Form, was bedeutet, dass sie sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung gebogen ist.

Ein weiteres bautechnisches Highlight sind die aufwendigen Fundamentarbeiten der Brückenpfeiler im Bereich des Meeresarms. Neben der Installation von bis zu 48 Meter langen Spundwänden im Meeresgrund müssen auch umfangreiche Bodenaustauschmaßnahmen durchgeführt werden.


Präzises Stahlbau-Puzzle

Die Doppelkrümmung der Sundsval-Brücke stellt an die Stahlbauer von Max Bögl eine enorme Herausforderung dar, hieß es. Kein einziger Querschnitt gleicht dem anderen, so dass jedes einzelne Stahlbauteil individuell und mit höchster Präzision am Hauptsitz Sengenthal gefertigt werden muss.

Per Schiff werden die Einzelsegmente mit einer Gesamttonnage von rund 22.000 Tonnen Stahl auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal nach Stettin transportiert. Dort werden die Bauteile zu größeren Brückensegmenten mit bis zu 170 Metern Länge und einem Gesamtgewicht von 2000 Tonnen vormontiert. Anschließend erfolgt der weitere Schiffstransport über die Ostsee bis zur Hafenstadt Sundsval.
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Milan Tomic

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