News: Chinesische Teile in in neuen Volvo Fahrzeugen.

Einige mechanische Teile aus China werden in neuen Volvo Fahrzeugen verbaut.

Volvo wird in seinen neuen Fahrzeugen mehr chinesische Teile verwenden. Bei Computern hingegen ist Schluss. So Volvo CEO Håkan Samuelsson.„Was Software betrifft, gibt es keinerlei Möglichkeiten, chinesische Synergien zu nutzen“, erklärt er gegenüber Ekot.

Die Konkurrenz chinesischer Elektroautohersteller zwingt europäische Hersteller, jeden Cent ihrer Produktionskosten zu überprüfen. Dank der chinesischen Eigentümerstruktur bei Geely hat Volvo Cars einen Vorteil, der es dem Unternehmen ermöglicht, Technologie und Komponenten aus China zu beziehen.In einem Interview mit der schwedischen Ekot erläutert Håkan Samuelsson, dass es darum geht, Skaleneffekte innerhalb der Geely-Gruppe zu nutzen, um die Preise von Volvo wettbewerbsfähig zu halten.

„Was die Lieferanten von Bremsscheiben, Bremssätteln und Türschlössern angeht, wird der Wettbewerb deutlich härter werden. Ich vermute, dass es wesentlich mehr chinesische Zulieferer geben wird“, so Håkan Samuelsson.

Håkan Samuelsson mit Ebba Busch und Magdalena Andersson letzte Woche. Foto: Volvo Cars

Volvo Cars hat die Produktion des neuen EX60 im Werk Torslanda aufgenommen. Um dem zunehmenden Wettbewerb begegnen zu können, könnten künftig mehr chinesische Teile in den Fahrzeugen verbaut werden. Dies wird jedoch hauptsächlich zulasten deutscher Zulieferer gehen. Foto: Volvo Cars

Es sind vor allem mechanische Teile, die die individuelle Identität des Fahrzeugs oder sicherheitsrelevante Daten nicht beeinträchtigen und nun aus China stammen können. Samuelsson nennt Bremsscheiben und Bremssättel als konkrete Beispiele.

„Dieses Auto wird noch besser, wenn wir die Kosten senken können. Wenn wir Bremsscheiben von Geely beziehen können, gefährdet das weder die Datensicherheit noch unsere Identität als schwedisches Unternehmen“, so Håkan Samuelsson gegenüber Ekot.

Obwohl China einen größeren Anteil einnimmt, basiert Volvo nach wie vor größtenteils auf europäischen Grundlagen. Samuelsson betont, dass die Deutschen bei den heutigen Zulieferern immer noch die überwiegende Mehrheit bilden. Laut dem CEO von Volvo Cars wird das Auto nicht weniger schwedisch, nur weil mehr chinesische Teile verbaut werden.

„Nein, dann würde ich sogar sagen, dass es deutsch ist. Wenn man sich die Zulieferer ansieht, sind die Deutschen in der Mehrheit. Die Zulieferer liefern genau das, was wir spezifizieren, zum besten Preis“, sagt Håkan Samuelsson. 

Er stellt jedoch klar, dass die Fahrzeugsoftware vor chinesischem Einfluss geschützt werden muss. In Zeiten, in denen Cybersicherheit und Überwachung brisante politische Themen sind, betont Volvo, dass man keinerlei Risiken eingehen wolle. Auch in den USA gibt es neue Vorschriften, die den Einsatz chinesischer Software unmöglich machen könnten.


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