Volvo News: Patent: Volvos geniales Patent – beseitigt Blendung in Autos zuverlässig

Für noch mehr Verkehrssicherheit sorgt in Zukunft ein neues Volvo Patent.

Volvo will Blendung in seinen neuen Fahrzeugen eliminieren.  Neue Patentdokumente,  zeigen, wie Volvo Cars eine revolutionäre Technologie entwickelt hat, die Blendpunkte direkt auf der Windschutzscheibe deaktiviert.


„Das System steuert eine Blendschutzvorrichtung, um die Lichtmenge zu minimieren“, schreibt Volvo in seinem Patent.

Weltweit ereignen sich jährlich Tausende von Unfällen, weil Autofahrer geblendet werden. Obwohl Autos sicherer geworden sind, ist die Lösung des Problems seit hundert Jahren im Grunde dieselbe: eine mechanische Sonnenblende, die heruntergeklappt wird und oft mehr von der Straße verdeckt als sie verbessert. Auch die Blendung durch helle LED-Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge nimmt immer mehr zu.

Volvo Cars will nun die Probleme mit Blendung lösen – sowohl durch helles Sonnenlicht als auch durch blendende Autoscheinwerfer. Zwei neue Patentdokumente, die Volvo erteilt wurden. Sie zeigen, wie der schwedische Automobilhersteller neue intelligente Materialien und KI-Technologie einsetzen will, um ein weitgehend blendfreies Fahrerlebnis zu schaffen.

Das System basiert auf einem ausgeklügelten Zusammenspiel von Kameras und Lichtsensoren. Im Innenraum erfassen Kameras in Echtzeit die Gesichts- und Augenposition des Fahrers. Durch die präzise Kenntnis der Blickrichtung des Fahrers berechnet der Bordcomputer exakt, wo das störende Licht auf die Scheibe trifft und schaltet die blendenden Stellen ab.



Das System ermittelt eine Blendungsstelle an einer oder mehreren Fahrzeugscheiben, die den Fahrer blendet, und steuert eine Blendschutzvorrichtung, um das an dieser Stelle reflektierte oder durchgelassene Licht zu minimieren, so Volvo in der Patentanmeldung.

Sobald die Blendungsstelle identifiziert ist, wird die sogenannte „Blendungsschutzeinheit“ aktiviert. Dabei handelt es sich um eine schaltbare Fensterfolie oder intelligentes Glas, das in die Scheibe integriert ist. Anstatt die gesamte Scheibe abzudunkeln, wird genau dort ein kleiner, dunkler Bereich erzeugt, wo die Sonne blendet.

Durch die Steuerung des Lichtdurchlässigkeitsgrades in einem Bereich der schaltbaren Fensterfolie, der der Blendungsposition entspricht, lässt sich die Lichtdurchlässigkeit minimieren, ohne die Sicht des Fahrers einzuschränken, schreibt Volvo Cars.

Blendung durch helle Autoscheinwerfer ist heutzutage ein immer größeres Problem. Viele Autofahrer empfinden kleine Scheinwerfer mit hellem LED-Licht als störend. Volvo-Besitzer können dies jedoch auch in Zukunft vermeiden. Die Technologie von Volvo nutzt Lichtsensoren und Kameras, die hochintensives Licht entgegenkommender Fahrzeuge erkennen können. Das Patent beschreibt, dass das System Blendungspositionen identifizieren kann, die auf „durch das Fenster reflektiertes oder transmittiertes Licht“ zurückzuführen sind. Dies schließt das Licht moderner LED-Scheinwerfer ein, das aufgrund seines blau-weißen Lichtspektrums oft als besonders scharf und blendend wahrgenommen wird.

Anders als die Sonne, die sich langsam über den Himmel bewegt, bewegen sich entgegenkommende LED-Scheinwerfer sehr schnell im Sichtfeld des Fahrers. Das Patent beschreibt, dass das System mit einer hohen Frequenz arbeitet, um die Blendung dynamisch zu steuern. Das bedeutet, dass der dunkle Fleck auf der Scheibe (oder die Abdunklung im Spiegel) einem entgegenkommenden Fahrzeug in Echtzeit folgen kann. Das System von Volvo misst die Lichtintensität, um den optimalen Abdunklungsgrad der Scheibe zu bestimmen:

– Berechnung der Umgebungslichtstärke zur Bestimmung der Intensität des Blendschutzbildes.

Die Technologie reagiert nicht nur auf Licht. Volvo plant, mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) vorausschauend zu agieren. Durch die Kombination von GPS-Position, Kompassrichtung und Tageszeit kann das Fahrzeug Blendung vorhersehen, noch bevor sie auftritt.

– Die Erkennung erfolgt mithilfe eines KI-Modellierungsalgorithmus, der die Position von Blendungsstellen anhand der geplanten Route, der Verkehrslage und der Tageszeit vorhersagt.

Neben der automatischen Steuerung hat Volvo auch an die Benutzerfreundlichkeit gedacht. Sollte das System beispielsweise eine Spiegelung von einem spiegelglatten See oder einem anderen Fahrzeug nicht erkennen, kann der Fahrer die Technologie manuell steuern. Er muss lediglich auf die Blendungsstelle zeigen. Volvo schreibt zwar, dass man den Blendfleck anvisieren kann, doch die Lösung wirkt nicht ganz ausgereift.

Die Eingabe kann per Geste erfolgen, indem man auf die Blendstelle zeigt oder den Blick des Fahrers kurzzeitig darauf richtet.

Wie immer bei Patenten ist es ungewiss, wann genau die Technologie in Serie geht. Angesichts Volvos Fokus auf Sicherheit und der fortschrittlichen Sensorsysteme der neuen Elektroautos ist es jedoch nicht unwahrscheinlich, dass wir die ersten „intelligenten Sonnenblenden“ im EX60, EX90 oder zukünftigen Luxusmodellen sehen werden.


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