Sicherheit: Volvos neue geniale Funktion wird Autos sicherer machen
Volvo Cars hat einen neuen, sichereren Airbag entwickelt. Dank der neuen Technologie soll der Nacken bei schweren Unfällen geschützt werden. „Er reduziert die mechanische Belastung des Insassen und damit das Verletzungsrisiko“, so Volvo.
Airbags sind mittlerweile fester Bestandteil moderner Autos und in Schweden und der EU seit 1998 gesetzlich vorgeschrieben. Obwohl Airbags Tausende von Leben retten, bergen sie auch Risiken. Die Reibung zwischen Kopf und Airbag kann zu Verletzungen führen. Stürzt der Kopf bei laufendem Körper zu abrupt gegen den Airbag, wirken hohe Kräfte auf die Halswirbelsäule. Gleitet der Kopf hingegen zu leicht, besteht die Gefahr, dass er sich vollständig vom Airbag löst.
Volvo Cars hat mit einem Patent, das kurz vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde, eine einfache Lösung entwickelt. Das Unternehmen hat ein Patent für einen Airbag mit „gerichteten Gleiteigenschaften“ angemeldet. Dieser nutzt Reibungstechnologie, um den Nacken der Insassen zu schützen. Indem der Kopf kontrolliert gleiten kann, gleichzeitig aber fest gegen das Polster gedrückt wird, hofft Volvo, die gefürchteten Nackenverletzungen zu vermeiden, die häufig bei Seitenkollisionen auftreten.
Heutzutage besitzt ein Airbag eine gleichmäßige Oberfläche. Volvo möchte diese durch eine clevere Änderung in einer Richtung glatt und in der anderen rau gestalten.
„Der Kopf des Beifahrers soll sich in nicht-lateralen Richtungen leichter bewegen können als in lateraler Richtung“, erklärt Volvo im Patent.
In der Praxis bedeutet dies, dass der Kopf bei einem Aufprall auf dem Airbag nach oben oder vorne gleiten kann, um der Bewegung zu folgen und die Spannung im Nacken zu reduzieren. Versucht der Kopf jedoch, seitlich – zum Rand des Airbags hin – zu gleiten, sollen raue Oberflächen ihn abbremsen.
„Die Gleiteigenschaften in lateraler Richtung sind mit einem höheren Gleitwiderstand verbunden als die Gleiteigenschaften in nicht-lateraler Richtung.“Dies ist besonders wichtig bei Kollisionen, die nicht frontal erfolgen. Durch die Kontrolle der Reibung kann der Airbag sicherer gemacht werden.
„Er reduziert die mechanische Belastung des Fahrzeuginsassen und damit das Verletzungsrisiko. Dies gilt insbesondere für den Nacken des Beifahrers.“Um diese einzigartigen Eigenschaften zu erreichen, haben die Volvo-Ingenieure im Patent mehrere technische Lösungen vorgestellt. Eine Methode besteht in der Verwendung einer speziellen Oberflächenbehandlung:
– Die Oberfläche ist mit einer Reibungsbeschichtung versehen, die richtungsabhängige Reibungseigenschaften aufweist. Diese Reibungsbeschichtung besteht aus einem Gummimaterial.Eine weitere, eher mechanische Lösung ist das Einbringen kleiner T-förmiger Falten in das Material, die als kleine Scharniere fungieren. Sie ermöglichen Bewegungen in Richtung des Aufpralls, bremsen jedoch ab, wenn der Kopf versucht, sich seitlich zu bewegen.




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