Gesetze: Seit 1. Juli diesen Jahres besteht Warnwestenpflicht in Deutschland.

Ab sofort sind auch in Deutschland Warnwesten Pflicht.
(Bild:© NEONON / Alex Wätzel)
Ab Juli droht Autofahrern in Deutschland bei fehlender Warnweste eine Geldbuße von 15 Euro - geradezu ein Schnäppchen verglichen mit dem europäischen Ausland. Anders als weithin angenommen, gehören die neonfarbenen Leibchen jedoch nicht in den Kofferraum des Autos. Denn dort nützen diese im Ernstfall nicht viel.


Auf dem Grabbeltisch liegen sie, in Plastik verschweißt, gelb und grün, Neonfarben und in Standardgrösse – die Warnwesten. Einfache Westen ohne Ärmel, überall verstaubar, meist EInheitsgrösse M bis XL. Derzeit gehen die schmalen Päckchen weg wie warme Semmeln. Sogar die Luxusausführung, mit Täschchen und Reißverschluss findet ihre Abnehmer, meint der Händler.
Ob Luxusvariante oder Einfachausführung – seit dem 1. Juli herrscht Warnwestenpflicht in Deutschland. Jeder Autofahrer muss ab sofort mindestens eine Warnweste im Auto haben, sonst droht ein Verwarnungsgeld von 15 Euro, erklärt der Verkehrsexperte vom ADAC Otto Saalmann: "Das heißt, im Endeffekt, ich muss ab dem 1.7. eine Warnweste mitführen, unabhängig von der Zahl der mitfahrenden Personen, eine muss vorhanden sein. Die Westen sind gelb, grün oder orange, müssen einer bestimmten DIN-Norm entsprechen, aber ich kenne eigentlich keine Weste mehr, die nicht mehr diese DIN-Norm N 471 hat."

Für jeden Mitfahrer eine Weste - nicht Plicht, aber sicherer.

Doch Saalmann rät dazu, mindestens für jeden Mitfahrer auch eine einzupacken, denn bei einem Unfall oder einer Panne, müssten ja alle Insassen das Fahrzeug verlassen:
"Es ist so, dass die Vorschrift sagt, ich muss eine im Auto haben, das bedeutet, dann zahle ich nichts, wenn ich eine im Auto habe, aber der gesunde Menschenverstand sagt einem, man soll sich nicht immer nur auf die Vorschriften berufen oder um die Vorschriften kümmern, sondern nach unserer Meinung gehören einfach für jeden der mitfährt eine Weste ins Auto."
Ganz wichtig sei, so der Verkehrsexperte, dass die Warnwesten nicht im Kofferraum verstaut werden, sondern griffbereit neben dem Fahrersitz und in den Taschen in den Rücklehnen. Warnwesten im Kofferraum wären sogar rechtswidrig:
"Zum einen weil man eben da nicht schnell genug rankommt, zum anderen verlässt man dann ja schon das Auto ohne Weste, um an den Kofferraum zu gelangen, also rein rechtlich gesehen, hätte man damit schon gegen die Vorschriften verstoßen, das wird zwar keiner so eng sehen, aber es ist auf jeden Fall sicherer, man kann die Weste schnell im Auto noch überstreifen und vor allem auch gerade wenn man noch andere Passagiere an Bord hat – Kinder, Frau, Freundin, die man dann ja auch hinter die Leitplanke in Sicherheit bringen sollte."
Mittlerweile bietet neben den Spezialläden für Autozubehör auch jede Tankstelle die Warnwesten an. Welche Farbe man wählt ist egal, zwischen zwei und fünf Euro sollte man für die Schutzkleidung rechnen. Verstaut man die kleinen grünen, orangenen oder gelben Päckchen im Auto, braucht man sich auch keine Sorgen im europäischen Ausland machen. In Frankreich, Österreich, Italien und auch Portugal herrscht schon einige Jahre Warnwestenpflicht. Wer dort erwischt wird, kann im Ernstfall mit mehreren hundert Euro belangt werden, warnt der ADAC:

In Portugal drohen 600 Euro

Also in Frankreich da müssen Autofahrer mit mindestens 90 Euro rechnen, in Portugal mit 60 Euro mindestens, das kann aber rein theoretisch gesehen, weil Beamte im Ausland einen höheren Ermessensspielraum haben, noch teurer werden. Also in Portugal kann es theoretisch 600 Euro kosten. Ist mir allerdings nicht bekannt, dass das jemals eingetrieben worden wäre. Aber auch bei unseren Skandinavischen Nachbarn besteht teilweise Warnwestenpflicht. So ist zum Beispiel in Finnland die Warnweste vorgeschrieben. Auch in Norwegen besteht diese Pflicht. Jedoch nicht für im Ausland zugelassene Fahrzeuge. Und in Schweden ist diese noch nicht Pflicht, jedoch ein Gesetz dazu in Planung.

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Milan Tomic

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