Reise: Besuchen Sie Schweden, solange es noch steht!

Erschreckend Anblicke bieten Reisenden, wenn sie weiter ins Landesinnere von Schweden vordringen. So wie hier in Västernorrland sieht es mittlerweile in vielen Regionen in Schweden aus. (Bild:©Laszlo_Maraz)
Schweden, Traumland vieler Mitteleuropäer und sicherlich auch von vielen unserer Leser. Weites Land, Natur pur und Wälder ohne Ende.

Doch der Schein trügt gewaltig. Wir, die Schweden für sich als Wahlheimat auserkoren haben, können den schändlichen Raubbau ganz deutlich beobachten.
Schon seit Jahren erzählen wir unseren Gästen von den Untaten der schwedischen Forstwirtschaft. Doch den meißten Besuchern Schwedens ist dies in keinster Weise bewußt. Viele unserer Besucher berichten, dass sie fast immer nur durch Wälder gefahren sind um in den hohen Norden zu kommen.
Dies mag so scheinen, doch in vielen Regionen wird direkt an den Autobahnen ein Streifen von ca. 50-100 Metern Breite stehen gelassen, um der Besuchern eine heile Welt vorzutäuschen.
Es werden jedes Jahr unzählige Hektar der Waldfläche ohne Sinn und Verstand abgeholzt. Aufforstung dagegen wird nur sporadisch berieben. Auf den meißten kahlen Flächen sollen einzelne Bäume für die "Aufforstung" sorgen. Was natürlich völliger Blödsinn ist, da die Bäume allein in der Sonne verbrennen oder durch die entstehende Bodenerosion vertrocknen oder "verhungern"!

In der durch jahrzehntelange Kahlschlagwirtschaft geprägten schwedischen Waldlandschaft sind nur noch etwa zehn Prozent der Waldfläche in einem naturnahen Zustand erhalten geblieben. Lediglich ein Bruchteil davon steht unter gesetzlichem Schutz. Der Erhalt dieser Überreste an naturnahen Waldstandorten ist die wichtigste Forderung schwedischer Umweltverbände, damit die jetzt schon längste Rote Liste von bedrohten Arten in Europa soll nicht noch länger werden.
Denn selbst Schwedens Wappentier, der Elch ist auf der Liste zu finden. Dennoch wird er jedes Jahr in großem Stückzahlen erlegt.

(Bild:©unbekannt)
Doch die mehrjährigen Recherchen des Schwedischen Naturschutzverbandes SSNC, so das Resultat ihres jetzt publizierten Reports, haben gezeigt, dass FSC-zertifizierte Waldbesitzer, darunter auch die großen Forstunternehmen SCA, Stora Enso und Sveaskog, immer wieder auch gegen diese Vorgaben verstoßen. Obwohl der SSNC und andere schwedische Unweltverbände diesen Frevel der Forstindustrie seit Jahren anprangern, hat sich bislang am Verhalten der Konzerne nicht viel geändert, da die Sanktionierungen dieser Verstöße durch das FSC-Zertifizierungssystem ausgesprochen schwach ausfallen.

Nun endlich, wo es vielleicht schon zu spät ist, gibt es erste Reaktionen aus dem schwedischen Volk und einen 1. Film vom schwedischen Naturschutzverein.

Sverige ser inte längre ut som du tror – Naturskyddsföreningen from Naturskyddsföreningen on Vimeo.

Im übrigen werden etwa 20% des in Deutschland benutzten Papieres aus schwedischen Wäldern hergestellt. Auch  IKEA ist mit seinem Raubbau in Skandinavien und Russland nicht wirklich ein Umweltfanatiker.
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Milan Tomic

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3 Kommentare:

  1. Der Mensch wird die Auswirkungen seines Handelns noch zu spüren bekommen...

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  2. Es ist traurig so etwas zu sehen. Und in der Tat sieht man das nicht wenn man durch schweden fährt. In deutschland ist alles so zugebaut das man in skandinavien von der natur fast erschlagen wird. Da kommt man nicht auf die idee das vieles nur schein ist.

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