RATGEBER: Volvo-Modelle und -Motoren im Überblick: Wie finde ich das richtige Modell für mich?
D4, T5 oder P10? Die Bezeichnungen der Volvo-Modelle und -Versionen sind nicht immer leicht zu entschlüsseln. Hier erklären wir die Bedeutung der Modell-, Motor-, Versions- und Ausstattungsbezeichnungen.
Es ist gar nicht so einfach, bei all den verschiedenen Modellbezeichnungen und Versionen der Volvo-Modellpalette den Überblick zu behalten. Es gibt unzählige Buchstabenkombinationen, Fahrzeugtypen und Motorisierungen zur Auswahl.
In diesem Artikel erklären wir Ihnen, worauf es bei der Wahl eines Volvo-Modells ankommt und wie Sie vorgehen sollten.
Fahrzeugtypen: EX, ES, EC, EM, XC, V, C und S
Die Modellbezeichnungen von Volvo setzen sich aus einer Kombination von Buchstaben und Zahlen zusammen. Die Buchstaben geben den Fahrzeugtyp an, die Zahlen die Modellreihe – also die Größe des Fahrzeugs.
XC steht für „Cross Country“ und bezeichnet Volvos SUVs, die höher als die Standardmodelle sind. Manche schätzen die erhöhte Sitzposition, andere den bequemeren Einstieg. Zu den Nachteilen zählen das höhere Gewicht, der höhere Preis und der höhere Kraftstoffverbrauch. Wer ein sparsameres Auto mit geringerem Verbrauch und Ressourcenverbrauch sucht, sollte die XC-Modelle meiden.
V steht für „Versatility“ (Vielseitigkeit) und bezeichnet Volvos Kombis. Diese Modelle bieten das beste Platzangebot fürs Geld. Die Kombi-Karosserie ist praktisch, aber nicht jedermanns Geschmack ist vom Design oder Image des Fahrzeugs angetan.
S steht für „Sedan“ (Limousine) und bezeichnet Volvos Limousinenmodelle. Diese sind in Schweden relativ selten. Es soll Käufer ansprechen, die das Design und die Haptik eines etwas ungewöhnlicheren Autos schätzen und mit weniger Laderaum leben können.
Das „C“ steht für „Coupé“ und ist im Volvo-Modellprogramm etwas verwirrend. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Textes ist das einzige Modell der Volvo C40, der als etwas sportlichere Version des Volvo XC40 SUV mit abfallender Dachlinie gilt. Es handelt sich also um einen SUV oder Crossover, auch wenn die Modellbezeichnung dies nicht explizit erwähnt.
Vor einigen Jahren wurden auch neue Modellbezeichnungen eingeführt, die mit „E“ beginnen. Diese Fahrzeuge sind elektrisch, und der nachfolgende Buchstabe gibt den Fahrzeugtyp an.
„EX“ ist die gebräuchlichste Abkürzung und steht für einen elektrischen SUV, unabhängig von der Größe. Siehe „XC“ oben.
„ES“ ist eine elektrische Limousine oder ein elektrischer Schrägheckwagen. Siehe „S“ oben.
„EC“ ist ein elektrisches Coupé oder Coupé-SUV. Siehe „C“ oben.
„EM“ ist ein elektrischer Minibus. Bisher gibt es nur den Volvo EM90, der in Schweden nicht verkauft wird.
Modellreihen: 30, 40, 60 und 90
Volvo bietet aktuell drei verschiedene Modellreihen an, die die Fahrzeuggröße angeben.
Die 30er-Reihe ist Volvos kleinste Modellreihe und wird durch den elektrischen SUV EX30 repräsentiert. Er bietet vorne viel Platz, die Rückbank ist jedoch beengt und der Kofferraum im Vergleich zu anderen Volvo-Modellen klein. Es gibt jedoch ein kleines Staufach unter der Motorhaube und eine größere Ladefläche unter dem Kofferraumboden.
Die 40er-Reihe umfasst die etwas größeren Modelle, die auf Volvos CMA-Plattform basieren. Sie sind etwas einfacher und günstiger als die teureren Modellreihen, was aber nicht bedeutet, dass sie sich billig oder plastikhaft anfühlen.
Die 60er-Reihe ist eine größere Modellreihe mit mehr Innenraum. Diese Fahrzeuge basieren auf der hochwertigeren SPA-Plattform, die für höheren Komfort sorgt.
Die 90er-Reihe umfasst die größten Modelle mit Fokus auf noch mehr Platz und ein luxuriöseres Ambiente. Auch diese Fahrzeuge basieren auf der SPA-Plattform.
Motoren: T, D, B und P
Das war’s mit den Modellbezeichnungen! Kommen wir nun zum Motorenemblem. Sobald Sie sich für ein Modell entschieden haben, stehen Ihnen verschiedene Antriebsarten zur Auswahl. Bei der Wahl von Motor und Antriebssystem für Ihr Fahrzeug sollten Sie Ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigen.
Das Motorenemblem von Volvo besteht aus einem Buchstaben und einer Zahl. Der Buchstabe gibt den Motortyp an.
T steht für Volvos Benzinmotoren. Ursprünglich wurden Volvos sportlichste Modelle je nach Zylinderzahl als T4, T5 oder T6 bezeichnet, da sie über Turbolader verfügten. Heute sind alle Volvo-Benzinmotoren mit Turbolader ausgestattet und tragen den Buchstaben T im Namen. Dies gilt auch für Plug-in-Hybride, die den Zusatz „Twin Engine“ im Namen tragen, wie beispielsweise der T5 Twin Engine. Plug-in-Hybride können einige Kilometer rein elektrisch und anschließend mit Benzin fahren. Sie lassen sich an einer Steckdose aufladen. D war früher die Bezeichnung für Volvos Dieselmotoren und steht einfach für „Diesel“. Einige Dieselfahrzeuge trugen auch ein kleines „e“ in der Motorbezeichnung, wie beispielsweise der D3e. Diese Dieselfahrzeuge sind speziell auf reduzierten Verbrauch und geringere Emissionen ausgelegt.
B steht für „Bremsenergierückgewinnung“ und bezeichnet Volvos sogenannte Mildhybride. Diese Fahrzeuge können keine längeren Strecken rein elektrisch zurücklegen, aber der Elektromotor unterstützt den Benzin- oder Dieselmotor in bestimmten Situationen, um den Verbrauch zu senken. Fahrzeuge mit B in der Motorbezeichnung können – etwas verwirrend – sowohl einen Benzin- als auch einen Dieselmotor haben. Äußerlich ist dies nicht erkennbar.
P steht für „Pure“ und bezeichnet Volvos vollelektrische Fahrzeuge. Sie verfügen über keinen Verbrennungsmotor. Diese Fahrzeuge tragen üblicherweise auch den Zusatz „Recharge“ im Namen, was auf ihren Elektroantrieb hinweist. Diese Bezeichnung wurde vor einigen Jahren vollständig von Volvos Elektrofahrzeugen entfernt, ist nun aber wieder da. Sie wird beim neuen EX60 eingeführt.
Elektroautos: Einzelmotor, Doppelmotor, Erweiterte Reichweite und Performance
Vor einigen Jahren änderte Volvo die Modellbezeichnungen seiner Elektroautos. Einige Modelle folgen diesen Regeln:
Einzelmotor: Diese Fahrzeuge verfügen über einen Elektromotor an den Hinterrädern und haben somit Hinterradantrieb. Die Reichweite ist größer als bei Allradantrieb, allerdings kann die Fahrdynamik auf winterlichen Straßen etwas höher sein.
Doppelmotor: Diese Fahrzeuge haben zusätzlich einen Elektromotor an den Vorderrädern und somit Allradantrieb.
Leistung: Volvos schnellste Elektroautos verfügen über zwei Elektromotoren, Allradantrieb und mehr Leistung für eine schnellere Beschleunigung. Die Reichweite ist im Vergleich zu anderen Modellen geringer.
Erweiterte Reichweite: Fahrzeuge mit einer größeren Batterie werden als Modelle mit erweiterter Reichweite bezeichnet und haben eine größere Reichweite als Fahrzeuge mit Standardbatterie. Fahrzeuge mit Allradantrieb verfügen in der Regel automatisch über die größere Batterie.
Elektroautos: P6, P10 und P12
Neuere Elektroautos von Volvo können auch den Buchstaben P und eine Zahl in ihrer Modellbezeichnung tragen. Die Zahl gibt die Leistung des Fahrzeugs an, steht aber nicht in direktem Zusammenhang mit der Motorleistung. Der Volvo XC40 war bereits mit diesem System ausgestattet und wird nun im EX60 wieder eingeführt.
Ein 2020 durchgeführter Abgastest zeigte deutliche Unterschiede zwischen Benzin- und Dieselfahrzeugen. Lesen Sie auch unseren Artikel zum Verbrauch von Plug-in-Hybriden.
Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich ein Elektroauto zuzulegen, lesen Sie bitte unseren Ratgeber zum Laden von Elektroautos und unsere Übersicht der beliebtesten Elektroautos.
Motorleistung: 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10 und 12. Die Zahl im Motoremblem gibt die Motorleistung an. Sie steht in keinem direkten Zusammenhang mit der PS-Zahl, aber der „T5“-Motor ist beispielsweise leistungsstärker als der „T4“.
Zusätzliche Ausstattung
AWD steht für „All-Wheel Drive“ (Allradantrieb) und bedeutet, dass das Fahrzeug über vier angetriebene Räder verfügt. Das System funktioniert je nach Motorisierung (Benzin, Diesel, Plug-in-Hybrid oder Elektroauto) unterschiedlich. Es ist nicht in allen Fahrzeugen identisch, obwohl die Bezeichnung AWD dieselbe ist.
Das Polestar-Logo befindet sich an der Heckklappe. Dies bedeutet, dass der Motor von Volvos Performance-Abteilung Polestar optimiert wurde. Das Tuning-Kit ist von Volvo freigegeben, und das Fahrzeug ist unabhängig davon, ob es vor oder nach der Auslieferung eingebaut wurde, zulässig. Einige Modelle tragen die Bezeichnung „Polestar Engineered“. Dies bedeutet, dass Polestar neben der Motoroptimierung auch ein spezielles Fahrwerk und größere Bremsen verbaut hat.
Viele Volvo-Modelle sind mit Schalt- oder Automatikgetriebe erhältlich. Schaltgetriebe werden bei neueren Fahrzeugen immer seltener. Alle Plug-in-Hybride und Elektroautos verfügen serienmäßig über ein Automatikgetriebe.
Ausstattungsvariante
Nach der Motorbezeichnung enthält die Modellbezeichnung auch ein Ausstattungspaket, das die Ausstattungsvariante des Fahrzeugs angibt. Zusätzlich zum Ausstattungspaket sind auch weitere Optionen erhältlich.
Core und Kinetic sind die einfachsten Ausstattungsvarianten von Volvo und umfassen in der Regel die wichtigsten Basisausstattungen.
Momentum und Plus stellen die nächsthöhere Stufe dar und sind meist eine gute Wahl für alle, die viel Auto für ihr Geld wünschen. Summum, Inscription und Ultra sind die luxuriösesten Ausstattungsvarianten für alle, die Wert auf exklusive Extras wie Lederausstattung, ein besonders edles Exterieur mit Chromleisten und größere Felgen legen. In einigen Fällen wird diese Ausstattungsvariante auch als Ultimate bezeichnet. Das R-Design-Paket verleiht dem Fahrzeug einen sportlicheren Look, sowohl außen als auch innen. Dazu gehören unter anderem Sportsitze, ein Sportlenkrad sowie eine andere Frontpartie und Felgen. Beachten Sie, dass das R-Design-Paket häufig mit einem Sportfahrwerk ausgestattet ist, das von manchen als straff empfunden werden kann.
Bei einigen Volvo-Modellen gibt es zusätzlich eine Bezeichnung für die Ausstattungslinie, beispielsweise Inscription Expression oder Momentum Advanced. Diese stellt eine Zwischenstufe zwischen den verschiedenen Ausstattungslinien dar. Neuere Volvo-Modelle können auch nach der Bezeichnung der Ausstattungslinie als Bright oder Dark bezeichnet werden. Dies hängt mit dem Design zusammen: Bright zeichnet sich durch glänzende Zierelemente für ein helleres Erscheinungsbild aus, während Dark glänzend schwarze Zierelemente aufweist.
Welchen Volvo soll ich wählen?
Überlegen Sie sich zunächst Ihre Bedürfnisse. Wünschen Sie sich einen SUV, einen Kombi oder eine Limousine? Die Wahl der Karosserieform ist ein guter Ausgangspunkt.
Sobald Sie sich für den Fahrzeugtyp entschieden haben, können Sie Motor und Antrieb auswählen.
Benzinmotoren laufen oft sehr ruhig und sind nicht so laut wie Dieselmotoren. Sie eignen sich gut für Kurzstreckenfahrer, die keine Lademöglichkeit haben. Dieselmotoren sind sparsam im Verbrauch und daher die bessere Wahl für Langstreckenfahrer, die keine Lademöglichkeit haben. Mildhybride können den Verbrauch geringfügig reduzieren, der Unterschied zu den regulären Benzin- und Dieselmodellen von Volvo ist jedoch gering. Plug-in-Hybride ermöglichen rein elektrisches Fahren auf kürzeren Strecken, beispielsweise im Stadtverkehr. Auf längeren Strecken schaltet sich der Verbrennungsmotor zu. Elektroautos produzieren keine lokalen Emissionen und fahren geräuschlos. Das Auto wird geladen, nicht betankt. Höherer Kaufpreis, aber die Möglichkeit geringerer Kilometerkosten.









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