Wirtschaft: Wie Volvo Cars von den neuen Zöllen betroffen ist
Härtere Strafzölle in den USA wären „sehr negativ“, sagt Volvo-Chef Håkan Samuelsson.
Mehrere europäische Automarken werden voraussichtlich erhebliche finanzielle Verluste erleiden, sollten die USA ihre Strafzölle verschärfen. Präsident Donald Trump will die Zölle so lange aufrechterhalten, bis ihm der Kauf Grönlands von Dänemark gestattet wird.
Volvo Cars ist einer von vielen Autoherstellern, die von den Zöllen hart getroffen würden. Die Pressestelle des Unternehmens wollte sich jedoch nicht genauer dazu äußern, was die Zölle konkret bedeuten könnten.
„Volvo Cars befindet sich vor der Veröffentlichung der Jahresergebnisse am 5. Februar in einer Phase der Zurückhaltung. Wir verfolgen die Entwicklungen selbstverständlich aufmerksam und halten uns an alle Gesetze und Vorschriften in den Märkten, in denen wir tätig sind“, so das Unternehmen in einer Erklärung.
Volvo-Chef Håkan Samuelsson äußert sich hingegen deutlicher.
„Eine Kostensteigerung von zehn Prozent ist natürlich sehr gravierend für alle Fahrzeuge, die wir exportieren. Das wirkt sich natürlich sehr negativ auf unser Geschäft aus“, sagte er gegenüber Dagens Nyheter.
Alle Volvo-Modelle außer dem Elektroauto EX90, das im vergangenen Jahr nur etwas mehr als drei Prozent des Gesamtabsatzes von Volvo in den USA ausmachte, werden in Europa gefertigt und sind daher von den Strafzöllen betroffen.
Volvo wird künftig auch den XC60 und ein weiteres Modell in den USA produzieren. Das neue Modell EX60, das am Mittwoch vorgestellt wurde, wird zum Marktstart ausschließlich in Göteborg gebaut.


Kommentare
Kommentar veröffentlichen